Glaubensgemeinde Karl-Liebknecht-Straße | Prof. Per Pedersen; Zusammenarbeit mit Manuel Slosarek; 4. Semester SoSe 23
Der Entwurf behandelt die Unterbringung einer jüdischen und einer muslimischen Glaubensgemeinde in Cottbus. Der Entwurf schafft ein Bindeglied zwischen Blockrandbebauung und freistehender Bebauung. Dabei schmiegt er sich mit einem dreigeschossigen Sockel an die Blockrandbebauung und schließt diese ab. Mit den zwei eingestellten Kuben bezieht er sich auf die freistehende Villa auf dem Nachbargrundstück. Die Fassade nimmt sich im Stadtbild zurück und die innere Struktur lässt sich durch die Kubatur erschließen.






Im Entwurfsprozess war es uns wichtig, dass die Sakralräume höchste Priorität haben und keine Kompromisse eingehen müssen. Deshalb drehen sie sich jeweils in ihre Glaubensrichtung. Sie schneiden bis in den Sockel und werden dort immer wieder sichtbar, zum Beispiel im Foyer oder in der Bibliothek. In den Kuben sind unter den Sakralräumen jeweils die weiteren Räume der Gemeinden organisiert: im Erdgeschoss die Gemeinschaftsräume, die zum geteilten Innenhof geöffnet werden können, und im ersten Obergeschoss die Verwaltung sowie die Wohnungen des Rabbiners und des Imams. Im Sockel befinden sich alle gemeinschaftlich genutzten Bereiche. An der Straße befindet sich ein öffentliches Café, und im hinteren Bereich eine gemeinsame Bibliothek. Der Grundriss fördert die Begegnung beider Glaubensgemeinden. Das Gebäude erschließt sich durch eine dienende Wand, in welcher sich die Haupttreppe und die Treppe der Bibliothek befinden. Außerdem ist im vorderen Bereich die Mikwe, ein Tauchbad der jüdischen Gemeinde, integriert.


